2. Akt
Die Puppenstube

Anfang der 50-er Jahre konnten meine Eltern eine gebrauchte Puppenküche mit zwei Stuben riesigen Ausmaßes ( 120 + 150 cm breit, 53 cm tief, 50 cm hoch ) erwerben, in der Hoffnung, daß ich noch ans Christkind glaubte und für’s Puppenstubenspielen nicht zu alt sei. Nicht alle Einrichtungsgegenstände waren maßstabsgerecht: ein Caco-Puppenpaar, ein weißer Märklinofen und ein Flügel leisteten fortan den Möbeln aus Akt 1 Gesellschaft.

Ich spielte natürlich, hauptsächlich Umräumen, Betten lüften und mit Margit Pfannkuchen backen auf dem Espritherd. Allerdings war die Spielzeit auf die jährlichen Weihnachtsferien beschränkt, denn das Aufstellen der Giganten bedeutete eine gewaltige Einengung der Bewegungsfreiheit im elterlichen Eßzimmer.







Als ich anfing, mich mehr für Petticoats, Coca Cola und die Beatles zu interessieren, wurden die Küche mit
den zwei Stuben auf den Dachboden transportiert, wo sie einen jahrzehntelangen Winterschlaf verbrachten.

Ende der 80-er Jahre packte meine Mutter alles wieder aus und integrierte die Puppenküche in ihre
1:1 – Einrichtung, bis die Küche zusammen mit der Puppenstube Ostern 2010 den Umzug in das Spiel-
zeugmuseum Weiler antreten durfte. 

(zum Vergrößern auf die Bilder klicken)


 


 

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Letzte Änderung: 21.04.2013